Hamburg: Jugendlicher Judenhasser wirkte bei Auschwitz-Film mit

Hamburg: Jugendlicher Judenhasser wirkte bei Auschwitz-Film mit


Der erst 16-jährige Aram A. aus Berlin hat kürzlich einen deutschen Juden, der an einer Israel-Mahnwache am Hamburger Hauptbahnhof teilgenommen hatte, brutal nieder geschlagen und schwer verletzt

Hamburg: Jugendlicher Judenhasser wirkte bei Auschwitz-Film mit

Von Manfred W. Böack

Der attackierte Michael T. lag nach dem Angriff sechs Tage mit einem Joch- und Nasenbeinbruch in einer Klinik und erlitt schwerwiegende Augenverletzungen. Die Hamburger Morgenpost schrieb am Mittwoch, es sei zu befürchten, dass das Opfer auf einem Auge erblinden wird.

Gefasst – aber flugs auf freien Fuß gesetzt

Der brutale Teenager-Schläger, der von drei Jugendlichen begleitet worden war und den das Hamburger Abendblatt als „Deutschen“ bezeichnet, flüchtete nach seiner Tat zunächst auf einem E-Roller und wurde tagelang von Ermittlern des Hamburger Landeskriminalamt in der Hansestadt und in Berlin gesucht. Jetzt ist er in der Wohnung seiner Eltern in Berlin-Wedding festgenommen worden.

Doch wie es in Deutschland insbesondere bei ausländischen Tätern und Migranten-Kriminellen mit deutschem Pass fast üblich ist: Aram A. wurde nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß gesetzt.

Inzwischen sind einige Details über den jugendlichen Rambo bekannt geworden. Die Bild-Zeitung fand heraus, dass der Gewalttäter bei der Berliner Schauspiel-Agentur Kokon (Prenzlauer Berg) unter Vertrag steht.

Ausgerechnet Aram A. drangsaliert Holocaust-Überlebenden

Der Verhaftete wirkte jüngst als Schauspieler mit in einem Cinema-Streifen der Filmproduktionsfirma Mundruczós Proton Cinema. Dieser Film ist in diesem Jahr bei den Filmfestspielen in Cannes (Frankreich) präsentiert worden, er wird demnächst in deutsche Kinos kommen. Titel des Streifens: „Evolution“. Pikant: Im Mittelpunkt des Kinofilms steht eine Familie von Holocaust-Überlebenden.

Der größtenteils in Leipzig gedrehte Spielfilm (Regisseur: Kornél Mundruczó) erhielt von der Mitteldeutschen Medienförderung – eine regionale Filmförderinstitution der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – eine Produktions-Subventionierung in Höhe von 250.000 Euro und von der nordrhein-westfälischen Film- und Medienstiftung einen Low-Budget-Zuschuss von 50.000 Euro.

Schockierend: In diesem Streifen spielt ausgerechnet Aram A. einen jungen Moslem namens „Ali“, der in einer Berliner Schule den jüdischen Schüler „Jonas“ mobbt und gegenüber seinem Klassenkameraden auch handgreiflich wird. In vielen Szenen geht es immer wieder um krassen Antisemitismus.

Agentur-Chefin geht nur halbherzig auf Distanz

Dorothea Trebs ist Chefin der Agentur Kokon, die den Schläger A. der Filmgesellschaft empfohlen hat. Laut Eigenwerbung vermittelt Kokon „erfahrene Kinder und Jugendliche, die bereits in Kino- und Fernsehproduktionen mitgewirkt haben, sowie neue Talente mit großem Potential“.

Nun sagte Trebs zum Fall Aram A., sie „distanziere“ sich „ganz klar von antisemitischem Gedankengut“. Sie „verachte jegliche Gewalt“. Dem betroffenen jüdischen Opfer in Hamburg wünsche sie „schnelle Genesung“. Sie werde, was Aram A. angeht, „Konsequenzen ziehen“. Allerdings erst dann, „wenn ich Klarheit habe“.

Kokon-Leiterin Trebs – sie ist gelernte Grundschullehrerin – hat den Brutalo A. angeblich „als charmanten jungen Mann mit großem Schauspieltalent kennengelernt“. Gegenüber der BZ erklärte Trebs, in Filmen sei A. „der perfekte Bösewicht“. Dass er so ein großes Aggressionspotenzial habe, „könne sie sich eigentlich nicht vorstellen“ (BZ). Sie kenne den Jugendlichen seit Anfang Januar; „jemand aus einem Berliner Jugendzentrum“ habe „ihr den jungen Mann empfohlen“.

Jan Krüger ist Leiter des Filmverleihs Port au Prince Film & Kultur, der seine Büros in der Berliner Holzmarktstraße nahe der Spree hat und der den Auschwitz-Film in Kürze in deutsche Lichtspielhäuser bringt. Geschäftsführer Krüger hat nun auch öffentlich Stellung zur Festnahme seines Nachwuchs-Mimen bezogen – mit den Worten: Er „verabscheue jegliche Form von Antisemitismus und Gewalt aufs Schärfste“.

Mutter des Schlägers unterstützt die Hisbollah

Aram A. weigert sich gegenwärtig, mit Medien zu sprechen. Seine Mutter, die laut Bild-Recherchen „auf Demonstrationen regelmäßig die radikal-islamische Hisbollah und den syrischen Diktator Baschar al-Assad unterstützt“, erklärte freilich, ihre Familie sei „gegen Israel“. Aber: „Was mein Sohn getan hat, ist falsch.“

Ob Aram A.s muslimische Familie in Berlin zur Gruppe der „Flüchtlinge“ gehört, regelmäßig Sozialhilfe bezieht und in Räumlichkeiten wohnt, die der Staat – also der Steuerzahler – zeitlich unbegrenzt bezahlt, ist derzeit nicht bekannt.

Es ist davon auszugehen, dass der Jugendliche A. irgendwann nach den eher milden Normen des Jugendstrafrechts „bestraft“ wird. In solchen Fällen verhängen deutsche Gerichte erfahrungsgemäß zumeist mit auffällig großer Nachsicht großzügige Bewährungsstrafen.

 


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Archiv


Freitag, 01 Oktober 2021

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