Lufthansa-Chef entschuldigt sich bei Oberrabbiner von Berlin

Lufthansa-Chef entschuldigt sich bei Oberrabbiner von Berlin


Lufthansa-Chef spricht mit Rabbi Yehudah Teichtal, entschuldigt sich für antisemitischen Vorfall auf Firmenflug.

Lufthansa-Chef entschuldigt sich bei Oberrabbiner von Berlin

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der deutschen Fluggesellschaft Lufthansa, entschuldigte sich in einem Gespräch mit dem Oberrabbiner von Berlin, Rabbiner Yehudah Teichtal, für den antisemitischen Vorfall, der sich auf einem der Flüge der Fluggesellschaft ereignet hatte.

„Antisemitismus hat bei der Lufthansa nichts zu suchen“, sagte Spohr. „Was passiert ist, hätte nicht passieren dürfen. Unser Unternehmen steht für eine Verbindung zwischen Menschen, Kulturen und Nationen. Offenheit und Toleranz sind die Eckpfeiler und für Antisemitismus ist kein Platz.“

Rabbiner Teichtal sagte dem Lufthansa-Chef: „Wenn sich ein Mitarbeiter in Lufthansa-Uniform unangemessen verhält – Antisemitismus-Befürchtungen und -Vorwürfe sind völlig berechtigt. Von einem deutschen Konzern sollten wir mehr Sensibilität erwarten.“

Der Rabbiner fügte nach dem Gespräch hinzu: „Ich bin froh, dass der Lufthansa-Chef so schnell reagiert, klar Position bezogen und sich entschuldigt hat.“

Die Lufthansa löste Empörung aus, als sie am 4. Mai allen Juden die Teilnahme an einem Flug verbot, nachdem sie mehrere jüdische Passagiere beschuldigt hatte, während der vorherigen Flugstrecke keine Masken getragen zu haben, wobei ein Vertreter der Fluggesellschaft in einem Video sagte: „Es waren Juden, die es gemacht haben das Durcheinander, Juden haben das Problem gemacht.“

Lufthansa entschuldigte sich diese Woche für den Vorfall.

„Wir entschuldigen uns bei allen Reisenden, die nicht mit diesem Flug reisen können, nicht nur für die Unannehmlichkeiten, sondern auch für die verursachte Straftat und die persönlichen Auswirkungen“, sagte die Fluggesellschaft in einer Erklärung. „Was sich herausstellte, entspricht nicht den Richtlinien oder Werten von Lufthansa.“

Der Vorfall verursachte einen großen Aufruhr und das Unternehmen hat Schadensbegrenzung betrieben. Bei dem Gespräch zwischen dem Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens und Rabbiner Teichtal wurde vereinbart, dass in den kommenden Tagen ein Treffen zwischen den beiden stattfindet, bei dem das Thema ausführlich besprochen wird, damit sich ein ähnlicher Vorfall in Zukunft nicht wiederholt.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot


Donnerstag, 12 Mai 2022

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