Die mit gelben Sternen markierte Karte der österreichischen Aktivistengruppe jüdischer Stätten löst Empörung aus

Die mit gelben Sternen markierte Karte der österreichischen Aktivistengruppe jüdischer Stätten löst Empörung aus


Linke Aktivisten kündigen an, dass die Wien-Karte bald auf ganz Österreich ausgeweitet wird, entfernt sie jedoch nach heftiger Online-Kritik.

Die mit gelben Sternen markierte Karte der österreichischen Aktivistengruppe jüdischer Stätten löst Empörung aus

Eine linke Aktivistengruppe in Österreich veröffentlichte eine Online-Karte mit den Adressen jüdischer Einrichtungen in Wien, die mit einem gelben Davidstern gekennzeichnet sind.

Die „Judenkarte“ wurde von einer anonymen Gruppe veröffentlicht, die sich „Liga der einfachen Leute Österreich“ nannte, die behauptete, ihre Karte sei ein Protest gegen die „Islamkarte“ der österreichischen muslimischen Stätten, die seit ihrer Gründung kontrovers diskutiert wurde Veröffentlichung im Juni, berichtete die Zeitung Der Standard .

Die Gruppe kündigte an, dass die Judenkarte demnächst auf ganz Österreich ausgeweitet werde, und fügte hinzu, dass sie sie nur entfernen würde, wenn die Islamkarte zurückgezogen würde.


Die Judenkarte sei „kleiner Aktivismus zu Lasten der jüdischen Gemeinde“, sagte Benjamin Nägele, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG Wien).

Nägele erklärte, dass die Community rechtliche Schritte gegen die Herausgeber der Karte prüft.

Nachdem die Karte mehrere Stunden online war, erhielt sie eine Flut von Empörung und Kritik und wurde entfernt. An ihre Stelle trat eine Liste mit Links zu jüdischen Institutionen, wobei die Aktivisten darauf bestanden, nur öffentlich zugängliche Informationen verwendet zu haben.

Berichte österreichischer Medien weisen auf die anonyme Gruppe der extremen Linken hin. Die Gruppe hatte zuvor versucht, eine Karte mit den persönlichen Adressen von Politikern zu veröffentlichen. Dieses Projekt wurde von der Gruppe abgelehnt. Sie kündigten auch ähnliche Karten von katholischen Organisationen und rechtsextremen Organisationen und Burschenschaften an.

Da die jüdische Gemeinde in Österreich in den letzten Jahren mit zunehmendem Antisemitismus konfrontiert war, hat die Judenkarte die Gemeinde angespannt.

Der im April veröffentlichte Jahresbericht der IKG zum Antisemitismus stellte fest, dass 2020 ein „Jahr der Gewalt“ sei. Nach Angaben des European Jewish Congress gab es im vergangenen Jahr in Österreich mindestens 585 antisemitische Angriffe.

 


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Archiv


Donnerstag, 22 Juli 2021

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