Israels Präsident bittet um Vergebung

Israels Präsident bittet um Vergebung


Israels Präs. Herzog besucht Kafr Qassem, bittet um Vergebung für das Massaker von 1956.

Israels Präsident bittet um Vergebung

m Freitag besuchte der israelische Präsident Isaac Herzog das arabisch-israelische Dorf Kafr Qassem und hielt eine Gedenkrede an die Opfer des Massakers von Kafr Qassem.

Bei diesem Ereignis, das am 29. Oktober 1956, dem ersten Tag der Suez-Kampagne, stattfand, wurden 49 Menschen getötet.

Bei der Gedenkfeier sagte Herzog: "Ich stehe heute hier vor Ihnen mit gesenktem Kopf und schmerzerfülltem Herzen, zum 65 nie in Frage gestellt. Denn uns allen ist klar: Das Töten und Verletzen von Unschuldigen ist absolut verboten. Sie müssen jenseits aller politischen Argumente bleiben!"


„Ich neige mein Haupt vor dem Gedenken an die neunundvierzig Opfer. Ich neige mein Haupt vor Ihnen, ihren Familien und vor den Bewohnern von Kafr Qassem im Laufe der Jahrhunderte und im Namen meiner selbst und des Staates Israel bitte ich um Vergebung.

„Ich reiche Ihnen eine unterstützende und umarmende Hand und bete aus tiefstem Herzen, dass der barmherzige und mitfühlende Gott an Ihrer Seite ist“, schloss er.

Anschließend wiederholte der Präsident seine Äußerungen von „Ich neige mein Haupt vor der Erinnerung…“ auf Arabisch.

Dann fügte er hinzu: „Die Geschichte zeigt uns, dass die Stärke eines Landes auch an seiner Fähigkeit gemessen wird, die Ereignisse in seiner Vergangenheit direkt zu betrachten. Aber meine Brüder und Schwestern, die Vergangenheit, so schwierig sie auch sein mag, ist der wichtigste Motor für unsere Gegenwart und Zukunft hier im Staat Israel. Die tiefe Wunde, die sich hier vor fünfundsechzig Jahren an diesem Ort auftat, ist eine Wunde für die gesamte israelische Gesellschaft – für Juden und Araber gleichermaßen Verbot offenkundig illegaler Anordnungen ist in Stein gemeißelt."

„Diese Lektion wird seit Jahrzehnten gelehrt und wird auch weiterhin von Generation zu Generation gelehrt. Und ich unterstütze die Initiative, dass sie im Bildungssystem auf organisierte Weise vermittelt wird. Teilnehmer der Jugendbewegung, Soldaten, Kommandeure und Offiziere der IDF und alle Sicherheitskräfte erfahren von diesem schrecklichen Ereignis und den daraus gezogenen Lehren."

"Diese Zeremonie", betonte er, "die 65 Jahre seit der Katastrophe, die sich genau hier ereignet hat, markiert, ist nicht nur ein Moment, um über unsere Vergangenheit nachzudenken – sie ist auch eine wichtige Gelegenheit, einen Blick auf unsere gemeinsame Zukunft zu werfen." Es ist nicht zu spät, das zu reparieren, was repariert werden muss."

„Im Gegenteil, dies ist genau der richtige Zeitpunkt dafür. Dies ist unsere Chance, als Gesellschaft Nein zu Vorurteilen zu sagen. Dies ist unsere Chance, als menschliche Gesellschaft das zu stärken, was wir als Bürger und als Dies ist kein Schicksalsdekret, sondern eine Schicksalspartnerschaft Dies ist unsere Chance, Diskriminierung und Hass zu entwurzeln.

„Meine Damen und Herren, in meiner Antrittsrede als Präsident habe ich ausdrücklich gesagt, dass ich beabsichtige, unsere schmerzlichsten Themen in der israelischen Gesellschaft anzusprechen. Wenn wir dies nicht tun, werden wir uns unseren gemeinsamen Herausforderungen nicht stellen. Fünf Jahre nach der Katastrophe werden wir beten und hoffen, dass die Erinnerung an die Opfer uns als Lehre und Kompass bleibt und aus den Tiefen des Schmerzes gemeinsam eine gemeinsame Zukunft voller Hoffnung hervorspross. "


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Archiv


Freitag, 29 Oktober 2021

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