Geplanter Anschlag auf Synagoge: Ein verdächtiger Fall mit internationalen Verstrickungen steht vor Gericht

Geplanter Anschlag auf Synagoge: Ein verdächtiger Fall mit internationalen Verstrickungen steht vor Gericht


Zehn Monate nach einem versuchten Anschlag mit einem Molotowcocktail steht ein Verdächtiger vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht. Ursprünglich sollte die Synagoge in Bochum das Ziel sein, getroffen wurde jedoch die benachbarte Hildegardis-Schule. Brisant: Der Angeklagte soll von staatlichen Stellen im Iran beauftragt worden sein.

Geplanter Anschlag auf Synagoge: Ein verdächtiger Fall mit internationalen Verstrickungen steht vor Gericht

Am Abend des 17. November 2022 machte sich der damals 35-jährige Verdächtige mit einem Molotowcocktail auf den Weg. Sein ursprüngliches Ziel: die Synagoge in Bochum. Doch letztendlich landete der Brandsatz an der Hildegardis-Schule, die sich auf dem angrenzenden Grundstück befindet. War das Versehen oder Absicht? Diese Frage wird das Gericht in der Verhandlung klären müssen.

Geänderte Pläne aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen

Nach bisherigen Ermittlungen änderte der mutmaßliche Täter seinen Plan, aufgrund der erheblichen Schutz- und Überwachungsmaßnahmen an der Synagoge. So wurde nur ein Fensterrahmen und die Styropor-Isolierung an der Hildegardis-Schule beschädigt.

Der Einfluss des Irans

Ein alarmierendes Detail dieses Falls ist die mutmaßliche Beteiligung des Iran. Der Verdächtige soll von Personen aus staatlichen Stellen des Irans beauftragt worden sein, eine jüdische Einrichtung im Ruhrgebiet zu attackieren.

Ein geplanter Komplize, der zur Polizei ging

Kurz vor der Tat soll der Angeklagte versucht haben, einen Bekannten als Komplizen zu gewinnen. Dieser lehnte jedoch ab und informierte stattdessen die Polizei über die Absichten des Verdächtigen.

Juristisches Hin und Her

Anfangs sah sich das Oberlandesgericht Düsseldorf nicht für das Verfahren zuständig und überwies den Fall an das Amtsgericht Bochum. Nach einer Beschwerde am Bundesgerichtshof wurde jedoch entschieden, dass das Oberlandesgericht den Fall verhandeln wird. Der Prozess ist für elf Tage angesetzt, und der Angeklagte befindet sich seit zehn Monaten in Untersuchungshaft.

Dieser Fall, der nun vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verhandelt wird, hebt die Bedeutung der nationalen und internationalen Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus und Extremismus hervor. Er zeigt zudem die Herausforderungen der Rechtsprechung, wenn es um die Abwägung zwischen verschiedenen Gerichtsbarkeiten und der Schwere der Tat geht. Die Augen der Öffentlichkeit werden auf diesen Prozess gerichtet sein, der Fragen zur Sicherheit jüdischer Einrichtungen und zur internationalen Dimension von Extremismus aufwirft.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Mittwoch, 06 September 2023

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