Vereitelter Terroranschlag auf die israelische Botschaft in Brüssel

Vereitelter Terroranschlag auf die israelische Botschaft in Brüssel


Französische Medien berichten von einem vereitelten Terroranschlag auf die israelische Botschaft in Brüssel, bei dem vier Teenager festgenommen wurden.

Vereitelter Terroranschlag auf die israelische Botschaft in Brüssel

Vier Teenager – zwei 15-jährige Jungen tschetschenischer Herkunft, ein 16-jähriger Franzose und ein 16-jähriger Belgier – wurden festgenommen. Sie planten, bewaffnet mit Messern und Gewehren, Polizisten am Eingang der Botschaft zu ermorden und ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug zu zünden.

Die Ermittlungen ergaben, dass die Jugendlichen auch vorhatten, eventuelle Überlebende zu töten. Die Kommunikation zwischen den Verdächtigen erfolgte auf einem Message Board eines Videospiels und in einer WhatsApp-Gruppe. In der Gruppe gaben sie unverhohlen zu, dass ihr Ziel darin bestand, "die Juden zu terrorisieren".

Der Fall ist besonders beunruhigend, da einer der französischen Teenager bereits in der Vergangenheit durch radikales Verhalten aufgefallen war. Er wurde in der Schule mehrfach bestraft, weil er Hassgesänge anstimmte. Alle vier Jugendlichen sollen dschihadistische Ideologien im Zusammenhang mit ISIS vertreten haben.

Dieser Fall wirft ernsthafte Fragen zur Sicherheit jüdischer Einrichtungen in Europa und zur Radikalisierung von Jugendlichen auf. Die Tatsache, dass die Verschwörung über soziale Medien und Videospiele koordiniert wurde, unterstreicht die Notwendigkeit, diese Plattformen stärker im Blick zu haben, um Radikalisierung frühzeitig zu erkennen.

Die Verdächtigen wurden in Frankreich und Belgien festgenommen. Drei der Jugendlichen wurden von einem Anti-Terror-Richter in Paris wegen "krimineller terroristischer Vereinigung" angeklagt, während der Belgier in Brüssel wegen Terrorismus angeklagt wurde. Der Fall stellt ein beängstigendes Zeugnis für die Reichweite und den Einfluss dschihadistischer Ideologien unter Jugendlichen dar und dient als ernüchternde Erinnerung daran, dass der Terrorismus eine stetige und anhaltende Bedrohung bleibt.


Autor: Bernd Geiger
Bild Quelle: Archiv


Montag, 23 Oktober 2023

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