Antisemitismus-Skandal an der Charité: Studentische Gruppe aufgelöst

Antisemitismus-Skandal an der Charité: Studentische Gruppe aufgelöst


An der Berliner Charité sorgt ein Aufruf einer studentischen Gruppe mit Islamismusbezug für Aufsehen. Die Leitung reagiert mit Auflösung der Gruppe, während führende Ärztevertreter deutliche Konsequenzen fordern.

Antisemitismus-Skandal an der Charité: Studentische Gruppe aufgelöst

Ein schwerwiegender Fall von Antisemitismus erschüttert die Berliner Universitätsklinik Charité. Mitte Oktober kursierte in studentischen WhatsApp-Gruppen der Charité ein Aufruf zur Teilnahme an einer Benefizveranstaltung mit sogenanntem "Islamismusbezug" von der Gruppierung „Muslim Students of Charité“. Alle Einnahmen sollten an die Organisation „Islamic Relief Deutschland e. V.“ gehen, die im Verdacht steht, den Terror gegen Israel aktiv zu fördern.

In einem Text, der laut der Welt in Studentenkreisen verbreitet wurde, leugnet die Gruppe das Massaker an mehr als 1400 Israelis und beschreibt ein Szenario, in dem die israelische Regierung eine Kriegserklärung ausgesprochen habe. Der Text endet mit dem Wunsch nach einer totalen Islamisierung.

Die Reaktion der Charité-Leitung bestand darin, die Gruppe aufzulösen und deren Website unzugänglich zu machen. „Antisemitismus wird an der Charité nicht geduldet“, so die offizielle Stellungnahme, die jedoch von der Jüdischen Studierendenunion als unzureichend kritisiert wird. Sie betonen die Bedeutung der Bildung im Kampf gegen den muslimischen Israel- und Judenhass.

Andreas Gassen von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und Bundesärztekammerchef Klaus Reinhardt schlagen vor, dass Personen, die sich nicht mit den Werten des Grundgesetzes identifizieren, antisemitisch agieren oder Terrorgruppen unterstützen, keine Approbation erhalten sollten. Dies solle explizit im Rahmen der akademischen ärztlichen Ausbildung berücksichtigt werden.

Der Vorfall an der Charité hat eine breite Debatte über den Umgang mit Antisemitismus und extremistischen Tendenzen im akademischen Umfeld ausgelöst. Die Forderungen nach strengeren Maßnahmen und klaren Konsequenzen für solche Handlungen gewinnen an Bedeutung.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Samstag, 11 November 2023

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