Großdemonstration gegen Antisemitismus in Paris mit politischer Prominenz

Großdemonstration gegen Antisemitismus in Paris mit politischer Prominenz


Zehntausende Menschen, darunter Premierministerin Elisabeth Borne und andere prominente Politiker, nahmen an einer Demonstration in Paris teil, um gegen den zunehmenden Antisemitismus und die jüngsten Ereignisse im Nahostkonflikt zu protestieren.

Großdemonstration gegen Antisemitismus in Paris mit politischer Prominenz

Am Sonntag fand in Paris eine Großdemonstration gegen den wachsenden Antisemitismus statt, eine Reaktion auf das jüngste Massaker vom 7. Oktober und den darauffolgenden Konflikt im Gazastreifen. Die Veranstaltung zog Zehntausende von Menschen an, darunter hochrangige politische Vertreter.

Die französische Premierministerin Elisabeth Borne nahm zusammen mit Vertretern mehrerer linker Parteien an dem Marsch teil. Auch die rechtsextreme Politikerin Marine Le Pen war unter strengen Sicherheitsvorkehrungen präsent, was kontrovers diskutiert wurde. Präsident Emmanuel Macron, der nicht persönlich anwesend war, bekundete seine Unterstützung für den Protest und rief die Bürger auf, sich gegen den zunehmenden Antisemitismus zu stellen.

Jean-Luc Mélenchon, der Vorsitzende der linksextremen Partei La France Insoumise, distanzierte sich von der Veranstaltung. Er bezeichnete den Marsch auf X als ein Treffen von Unterstützern des Gazakriegs und warf den Organisatoren eine einseitige Haltung vor.

Die Pariser Behörden hatten 3.000 Polizisten entlang der Route des Protests stationiert. Die Führer des Senats und der Nationalversammlung riefen zu der Demonstration auf, in Reaktion auf die Zunahme antijüdischer Handlungen in Frankreich seit dem Konfliktbeginn im Oktober.

In Frankreich, Heimat der größten jüdischen Gemeinde Europas, ist ein alarmierender Rückgang der jüdischen Bevölkerung zu verzeichnen, bedingt durch zunehmenden gewalttätigen Antisemitismus. Dieser Trend ist besonders in den Pariser Vororten mit großen Gemeinschaften aus ehemaligen französischen Kolonien in Nordafrika spürbar.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X @SylvainDelourme


Sonntag, 12 November 2023

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